Sonntag, 19. Mai 2013

Spargel und Lachs mit Erbsen-Kresse-Sauce

Seit meinem Umzug Anfang des letzten Jahres habe ich nun endlich den in den Jahren zuvor schmerzlich vermissten Balkon, und nachdem ich im letzten Jahr vor allem blühende Pflanzen hatte, hege ich in diesem Jahr mit Begeisterung mein kleines Balkongärtchen. Allzu große Wunderdinge in Sachen grüner Daumen habe ich allerdings nicht vollbracht, denn im Wesentlichen handelt es sich um gekaufte Kräutertöpfchen sowie eine Erdbeer- und eine Tomatenpflanze, die ich liebevoll pflege. Lediglich eine Sache habe ich selbst gemacht, nämlich Kresse und Schnittlauch in Balkonkästen ausgesät, fleißig gegossen und gewartet. Nun, zwei Wochen später, ist klar, dass ich zumindest in Sachen Kresse zukünftig zum Selbstversorger werden kann oder sogar muss. Wie auch immer ich auf die Idee kommen konnte, gleich ZWEI Balkonkästen mit Kresse zu bepflanzen und was auch immer ich ursprünglich damit anzufangen gedachte - nun leide ich unter einer Kresse-Schwemme! ;-)

Kampf der Kresse, Teil 1! ;-)

Deswegen darf zurzeit praktisch kein Essen die Küche verlassen, ohne dass sich nicht wenigstens ein Fitzelchen Kresse daran findet. Und da man zu Spargel ja nicht immer nur Sauce Hollandaise essen muss (obgleich ich die sehr, sehr liebe) und zu Lachs ein frisches, kräutergrünes Frühlingssößchen ebenso gut passt, habe ich mir heute eine leckere Erbsen-Kresse-Sauce ausgedacht. Die war flott gemacht und schmeckte uns zu Spargel und Fisch wirklich sehr gut. Da ich die Sauce so "aus'm Handgelenk" gekocht habe, hab ich keine super-genauen Mengenangaben, aber mit einem kleinen bisschen Kocherfahrung kriegt man das sicher ganz gut hin.

Ach ja, und wenn ihr weitere Kresse-Verwertungsideen habt, dann immer her damit! Damit meine ich jetzt nicht so Kleinigkeiten wie Kresse über den Salat streuen oder Kräuterquark mit Kresse machen... Nicht kleckern, sondern klotzen heißt die Devise, denn ich muss wirklich viiiiiieeeeel Kresse verbrauchen ;-) Geplant ist u.a. noch eine Kressesuppe und ein Kressepesto, aber für noch 1-2 andere Ideen, für die man jede Menge Kresse braucht, wäre ich dankbar :-)

Rezept
für zwei Personen

Spargel
10 Stangen weißer Spargel
Salz
Zucker
Butter

Lachs
2 Lachsfilets (à ca. 150g)
Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Butterschmalz

Sauce
Butter
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
ca. 100g TK-Erbsen
ein guter Schuss Weißwein
100g Sahne
ein Beet Kresse
Zitronensaft
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Muskat

Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden und die Stangen gründlich schälen. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken, Salz, eine Prise Zucker sowie einen Stich Butter zugeben. Wasser zum Kochen bringen und den Spargel darin garen, bis er weich ist, aber noch gut Biss hat (bei mir ab dem Zeitpunkt, zu dem das Wasser kocht, noch ca. 5 Min. - unbedingt rechtzeitig probieren, damit er nicht zu weich wird!).

In der Zwischenzeit* die Lachsfilets waschen, trocken tupfen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die Filets darin von beiden Seiten gut braten (ca. 10 Min. insgesamt).

Für die Sauce Schalotten und Knoblauch schälen und fein hacken. Ein Stück Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Schalotten und Knoblauch zugeben und darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Erbsen tiefgefroren zugeben und mitdünsten, bis sie gar sind. Hitze auf höchste Stufe schalten, Weißwein zugießen und einige Minuten einkochen lassen. Dann Sahne zugeben und auf mittlerer Hitze noch mal einige Minuten kochen. Kresse zugeben und Sauce pürieren. Dann mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und zu Fisch und Spargel servieren.

*Tipp: Da ich es bei solchen Mehr-Komponenten-Essen nicht immer schaffe, alles gleichzeitig fertig zu bekommen, heize ich schon mal vorsorglich meinen Ofen auf 75 Grad vor. Alles, was fertig ist, kommt zum Warmhalten rein - so kann ich später alles gleichzeitig und heiß servieren.

Quelle
eigenes Rezept

Mittwoch, 15. Mai 2013

Dänische Zitronencrème - Citronfromage

Liebe andere Foodblogger, wie ist das bei euch - habt ihr ganz viele Rezepte in der "Warteschleife", die ihr alle noch nach und nach veröffentlichen wollt? Kocht und backt ihr also viel mehr, als ihr bloggen könnt oder wollt? Oder ist es bei manchem von euch eher umgekehrt, und ihr "produziert" nicht viel mehr an Neuigkeiten, als ihr auch bloggen könnt? Im Gegensatz zu manch anderem habe ich keine allzu große "Warteschleife". Wenn ich gerade mal Urlaub hatte oder ein sehr produktives Wochenende, habe ich vielleicht mal knapp über 10 Rezepte auf Halde, wenn ich mehrere Wochenenden in Folge unterwegs war, so wie jetzt, sind es auch mal nur noch 3 oder 4 Gerichte. Was vor allem daran liegt, dass ich unter der Woche nicht allzu aufwändig koche und vor allem auch ein Gewohnheitstier bin, dass sich wenn es schnell gehen muss gern auf altbewährte Klassiker verlässt.


Trotz der eher geringen Zahl an Rezepten in meiner Warteschleife kommt es immer mal wieder vor, dass eines ungerechtfertigt lange warten muss, bis es veröffentlicht wird. Was natürlich nicht an der Qualität des Rezepts liegt, sondern einfach daran, dass das Gericht quasi "zur falschen Zeit am falschen Ort" war. So erging es auch der dänische Zitronencrème - Citronfromage, die es bei uns schon zu Ostern zu essen gab, als ein cremiges, aber frisches Dessert gewünscht war. Dann hatte ich aber nach Ostern mit dem New York Cheesecake, den Kokos-Keks-Kugeln und dem Schokosirup schon so viel Süßes zu verbloggen. Dann sollte die Crème endlich gebloggt werden, doch im letzte Moment, als ich quasi schon auf dem Weg zu meinem Schreibtisch war, kam der Spargel-Mango-Salat mit Ziegenfrischkäse dazwischen und brachte mich wieder davon ab. Und dann, als endlich wieder Süßes an der Reihe war, schmeckte ich noch förmlich das leckere Panna Cotta aus griechischem Joghurt, so dass sich auch das vorgedrängelt hat.

Aber wie gesagt, alles völlig ungerechtfertigt. Die Zitronencrème ist sahnig-cremig, schmeckt durch die angenehme Säure aber dennoch fruchtig-frisch und leicht und könnte es damit auf jeden Fall in die Riege meiner Lieblingsdesserts schaffen. Vielleicht gebt ihr der Crème ja schneller eine Chance, als ich es hier getan habe, und probiert sie einfach mal aus? Verdient hätte sie es :-)

Rezept
für 4 Personen


für die Crème
4 Blatt Gelatine
2 Bio-Zitronen
3 Eier
100g Puderzucker
250g Sahne

für die Fruchtsauce
250g Heidelbeeren
250g Brombeeren
1 EL Puderzucker
1 EL Zitronensaft

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Schale der Zitronen sehr fein abreiben, dabei darauf achten, dass nur die gelbe Schicht abgerieben wird. Den Saft der Zitronen auspressen. Eier und Puderzucker ca. 3-4 Minuten mit dem Mixer sehr schaumig schlagen.

5 EL Zitronensaft in einem kleinen Topf leicht erwärmen, die Gelatine gut ausdrücken und unter Rühren im Zitronensaft auflösen. Die aufgelöste Gelatine unter die Eier-Creme rühren, die Zitronenschale zugeben und unterrühren. Sahne steif schlagen und behutsam unter die Creme heben. In Schälchen füllen und mindestens 3 Stunde kalt stellen.

In der Zwischenzeit die Hälfte der Beeren pürieren, durch ein feines Sieb streichen und mit Zitronensaft und Puderzucker abschmecken. Die Zitronencreme mit etwas Beerensauce und den noch ganzen Beeren anrichten und servieren.

Quelle
Kleiner Kuriositätenladen

Samstag, 11. Mai 2013

Pasta mit grünem Spargel, Erbsen und Speck

Endlich Spargelzeit! Mir ist es wirklich ein Rätsel, wie ich früher nicht gern Spargel essen konnte... Inzwischen mag ich ihn unheimlich gern und könnte ihn während der leider viel zu kurzen Spargelsaison wirklich täglich essen (was leider daran scheitert, dass das Ganze doch ziemlich ins Geld gehen würde). Aber  mindestens einmal pro Woche steht Spargel während der Saison bei uns auf jeden Fall auf dem Tisch. Geschmacklich mag ich den weißen Spargel nach wie vor etwas lieber als den grünen, auch wenn ich beim grünen Spargel einige Vorteile sehe: So ist er sehr variabel in der Zubereitung, passt zu unterschiedlichsten Aromen und das Beste - man muss ihn nicht schälen. Daher greife ich für relativ schnelle Feierabend-Gerichte gern auf grünen Spargel zurück.

grüne Frühlings-Pasta

Ein gutes Beispiel für ein relativ schnelles, unkompliziertes Gericht mit grünem Spargel ist die Pasta mit grünem Spargel, Erbsen, Speck und einer zitronigen Sahnesauce, die ich mir schon vor drei(!!!) Jahren bei Chili und Ciabatta zum Nachkochen vorgemerkt hatte. Nun war es endlich soweit! Auch wir waren von der Kombination sehr angetan, zumal wir Erbsen genauso gern mögen wie Spargel. Ein sehr schönes grünes, gemüsiges Frühjahrsgericht, dass sofort gute Laune macht :-)

Mögt ihr weißen oder grünen Spargel lieber? Und was sind eure Lieblings-Spargelgerichte? Was sollte ich diese Saison also unbedingt noch ausprobieren?

Hier findet ihr die bisher auf meinem Blog veröffentlichten Spargelgerichte:

Couscous mit Currygemüse
Erdbeer-Spargel-Salat mit Arganöl und Hibiskussalz
bunte Gemüsequiche
grüner Spargel, Gemüse und Lachs vom Blech
Nudeltaschen mit Spargel-Lachs-Füllung
Spargel-Mango-Salat mit Ziegenfrischkäse
Spargel mit Sauce Hollandaise
grünes Spargel-Risotto

Rezept
für 4 Personen

400g Pasta (Fettucine, Mafaldine oder andere breite Bandnudeln)
50g Pancetta oder Bacon
1 EL Olivenöl
500g grüner Spargel
150g Erbsen (TK)
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
4 EL Parmesan, frisch gerieben
50 ml Sahne
1 Bio-Zitrone
2 EL Petersilie, fein gehackt
2 EL Basilikum, fein gehackt

Zunächst die Zutaten vorbereiten: Spargel putzen und in 2-3 cm lange Stücke schneiden. Bacon in Streifchen schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Zitrone heiß waschen, Schale abreiben, Saft auspressen.

Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen, dann abgießen (dabei etwas vom Nudelkochwasser zurückbehalten) und zurück in den Topf geben. In der Zwischenzeit den Speck im Olivenöl knusprig braten. Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen. Spargel ins Bratfett geben und 5 Min. unter Rühren braten. Nun Erbsen, Frühlingszwiebeln und Knoblauch zugeben und weitere 3 Min. braten, bis das Gemüse gerade eben gar ist. Salzen und pfeffern.

Die Gemüsemischung, Parmesan, Zitronenschale, 1 EL Zitronensaft, 2-4 EL vom Nudelkochwasser, Sahne sowie die Hälfte der Kräuter zu den Nudeln geben, alles gut vermischen, nach Bedarf mehr Nudelkochwasser zugeben. Nochmals abschmecken, dann mit Speck, restlichen Kräutern und mehr Parmesan bestreut servieren.

Quelle
Chili und Ciabatta

Montag, 6. Mai 2013

Panna Cotta mit griechischem Joghurt + ein Interview auf lecker.de

Es gibt ja so Sachen, die sind für sich genommen schon sehr, sehr lecker und machen einfach nur glücklich. Schokolade zum Beispiel. Oder Käsekuchen. Wenn man jedoch einmal drauf kommt, beides zu kombinieren (wie z.B. bei den Chocolate Cheesecake Cookies), dann potenziert sich die Wirkung noch mal und vor lauter Geschmacksexplosion und Glücksgefühl weiß man kaum noch wohin mit sich (na ja, also zumindest mir geht das so) ;-) Neben Schokolade und Käsekuchen gibt es, wie ich unlängst entdeckt habe, aber noch weitere Traumduos. Mein aktueller Favorit ist die Kombination aus Panna Cotta und griechischem Sahnejoghurt. Beides ist ja für sich genommen schon mal richtig toll, darum braucht es nicht viel Phantasie, um sich auszumalen, wie das Ergebnis ist, wenn man beides kombiniert...

Panna Cotta mit griechischem Joghurt

In dem Fall habe ich die Panna Cotta aus halb Sahne und halb griechischem Joghurt zubereitet und damit eines meiner neuen Lieblingsdesserts geschaffen. Es schmeckt meiner Meinung nach wirklich himmlisch - sahnig, cremig, von kühler und zartschmelzender Konsistenz wie Panna Cotta, dabei jedoch leicht säuerlich und wunderbar erfrischend wie Joghurt - richtig klasse! Ich wusste schon, warum ich quasi sofort in die Küche gerannt bin, als ich das Rezept bei Smitten Kitchen entdeckt habe ;-) Meine Panna Cotta hab ich nicht allzu süß gemacht und dafür wie den "klassischen" griechischen Joghurt mit Honig und Nüssen serviert. Man kann aber natürlich auch die Panna Cotta etwas stärker süßen und z.B. mit frischen Früchten (Himbeeren stelle ich mir toll vor) servieren.

Also, lasst euch diesen doppelten Genuss nicht entgehen und probiert unbedingt das Panna Cotta mit griechischem Joghurt aus - es ist das ideale Sommerdessert! :-)

Und noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Heute ist auf lecker.de ein Interview mit mir erschienen. Ich freue mich riesig darüber, zumal ich die Zeitschrift regelmäßig kaufe und auch die Webseite häufig nutze, um nach Rezepten zu stöbern und das ein oder andere nachzukochen. Also schon eine große Ehre für mich, quasi :-) Wie findet ihr den Artikel?

Rezept
für 3-4 Gläser (je nach Größe)

3 Blätter Gelatine
250g griechischer Sahnejoghurt
250 ml Sahne
50g Zucker
Honig
Nüsse nach Wahl (z.B. Walnüsse, Mandeln, Pistazien...)

Gelatineblätter ca. 10 Min. lang in einer Schüssel mit kaltem Wasser einweichen. In der Zwischenzeit den Joghurt und die Hälfte der Sahne in eine Schüssel geben und gut verrühren. Restliche Sahne und Zucker in einen kleinen Topf geben, verrühren und zum Köcheln bringen. Eingeweichte Gelatine gut ausdrücken, in den Topf geben und gut rühren, bis sie aufgelöst ist. Die Mischung aus dem Topf zur Joghurt-Mischung in die Schüssel geben und alles gut verrühren. In Gläser füllen und 3-4 Stunden lang im Kühlschrank fest werden lassen.

Direkt vor dem Servieren Honig und Nüsse auf die Panna Cotta geben (wirklich erst direkt davor, da sich durch die Zugabe von Honig mit der Zeit die Oberfläche der Panna Cotta verflüssigt und sich beide Schichten zu vermischen beginnen!). Sofort genießen :-)

* Möchtet ihr die Panna Cotta stürzen, füllt sie in Förmchen, die ihr zuvor mit etwas neutralem Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl) ausstreicht, so geht es leichter. Wollt ihr die Panna Cotta mit eher säuerlichen Früchten essen, erhöht die Zuckermenge etwas.

Quelle
Smitten Kitchen

Sonntag, 5. Mai 2013

Impressionen aus dem Harz

Heute gibt es mal zur Abwechslung kein Rezept, sondern ein paar Fotos. Die letzten Tage habe ich nämlich im Harz verbracht und mir eine gute Dosis Natur, Entspannung und Strapazen für meine Füße geholt ;-) Für Liebhaber von Sonne, Strand und Palmen ist der Harz wohl eher nichts, denn Landschaft und Klima haben wir als ziemlich rauh erlebt, uns jedoch hat das sehr gut gefallen. Eine Kostprobe davon bot u.a. unsere Wanderung vom Brocken (auf dem wir 2 Grad, Schneeregen, Wind und Sichtweiten unter 20 Metern erlebt haben) durch das Goethemoor nach Schierke. Hier, etwas unterhalb vom Brockengipfel, haben sich Wind und Regen gelegt, die Sicht ist etwas besser, und der Nebel erzeugt eine ganz eigenwillige Stimmung...




Deutlich freundlicher sieht es am nächsten Tag im Bodetal auf dem Weg von Treseburg nach Thale aus. Hier gibt es sogar schon einige grüne Blätter an den Bäumen - in höheren Lagen im Harz zurzeit noch ein Anblick mit Seltenheitswert.


Wirklich bezaubernd fand ich die kleinen Gässchen und die Fachwerkhäuser von Wernigerode, wo wir während unseres Harz-Urlaubs übernachtet haben.





Na, nun auch Lust auf eine Reise in den Harz bekommen? :-)

Montag, 29. April 2013

Europa-Kochprojekt, Teil 4: Bosnien und Herzegowina

Monats-Endspurt - nun wird es aber auch langsam Zeit für den nächsten Beitrag im Rahmen meines Europa-Kochprojekts! Im April führt uns die Reise mal wieder auf den Balkan, nämlich nach Bosnien und Herzegowina. Bosnien und Herzegowina ist ein Staat mit unterschiedlichen ethnischen Gruppen, es leben dort in erster Linie Bosniaken (also bosnische Muslime), Serben und Kroaten sowie viele weitere kleinere Gruppen. Damit ist es wenig verwunderlich, dass in der bosnischen Küche die Einflüsse von Gerichten aus allen umliegenden Ländern spürbar sind. Es handelt sich ähnlich wie im Januar in Albanien auch hier um eine Mittelmeerküche mit slawischen und orientalischen Einflüssen. Ich muss gestehen, dass ich so langsam etwas Angst vor den anderen Balkanländern habe, die wir im Rahmen des Europa-Kochprojekts noch "bereisen" werden, denn es ist gar nicht so einfach, wirklich typische Gerichte für ein Land und nicht allgemeine Vertreter der Balkanküche zu finden. Ob mir das immer gelingt, ist nicht ganz klar... In Bosnien ging es noch ganz gut, aber weitere Länder wie Serbien, Kroatien, Montenegro, Kosovo oder Mazedonien werden ja noch folgen ;-)

Cevapcici mit Djuvec-Reis

Aber nun erst mal zu meinem bosnischen Gericht. Ich habe mich für ein sehr bekanntes Rezept entschieden, nämlich für Cevapcici und Djuvec-Reis, eine Kombination, die sicher vielen bekannt ist. Sowohl der gemüsige Reis als auch die Fleischröllchen - an die ich landestypisch keine Zwiebeln gegeben, sondern stattdessen rohe Zwiebelringe dazu serviert habe - sind sehr schnell und einfach gemacht und haben uns wirklich gut geschmeckt. Was auch daran liegen könnte, dass ich mir ein kleines bisschen mehr Arbeit gemacht habe als unbedingt notwendig - denn beide Bestandteile des Gerichts werden mit reichlich Ajvar gewürzt, und so dachte ich mir, dass das bestimmt noch mal deutlich leckerer wird, wenn man Ajvar nicht fertig im Glas kauft, sondern selbst macht. Das geht eigentlich auch ganz einfach, denn außer Gemüse im Ofen zu backen und mit vielen Gewürzen zu pürieren, gibt es eigentlich kaum was zu tun. Das Ergebnis fanden wir dann aber ganz umwerfend lecker und das selbstgemachte Ajvar gab Cevapcici und Reis ein wunderbares Aroma! Ich empfehle hier also wirklich, sich die kleine Extra-Mühe zu machen und das Ajvar selbst zu machen, ihr werdet es nicht bereuen :-)

Ajvar, selbstgemacht

Mein Fazit: Das bosnische Essen war sehr lecker, ich würde dieses Gericht jederzeit wieder kochen und auch zu anderen Gelegenheiten das Ajvar noch mal auf dieselbe Weise herstellen!

Nächsten Monat geht es dann auf nach Bulgarien - habt ihr Rezeptvorschläge für mich?

Ajvar
ergibt ca. 300 ml (ausreichend für Cevapcici, Reis und als Dip für 4 Personen)

2 rote Paprikaschoten
1 Aubergine
eine kräftige Prise Salz
1 TL Zucker
1 TL Weißweinessig
1 Knoblauchzehe
Pfeffer aus der Mühle
25 ml Olivenöl
eine Prise Koriander
eine kräftige Prise Thymian
eine kräftige Prise Chili

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Paprika vierteln und entkernen, Aubergine ebenfalls vierteln. Beide Gemüsesorten auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen (Paprika mit der Hautseite nach oben, Auberginen mit der Hautseite nach unten) und im vorgeheizten Ofen ca. 45 Min. lang backen. Herausnehmen und kurz auskühlen lassen, bis man sie gut anfassen kann.

Aus den Auberginen das weiche Innere herauskratzen, grob zerkleinern und in einen Zerkleinerer füllen. Paprika mithilfe eines kleinen Messers häuten, ebenfalls grob zerkleinern und in den Zerkleinerer geben. Nun alle anderen Zutaten zugeben, alles im Zerkleinerer gut pürieren und ggf. nochmals abschmecken.

Möchte man das Ajvar nicht gleich verwenden, sondern einige Tage aufheben, sollte man es in saubere, sterilisierte Gläser füllen und mit einer Schicht Olivenöl bedecken.


Cevapcici und Djuvec-Reis
für vier Personen

Cevapcici
500g Rinderhackfleisch (oder Rind und Lamm gemischt)
1 Knoblauchzehe
1-2 EL Ajvar
1 EL Petersilie
Paprikapulver scharf
Paprikapulver edelsüß
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Butterschmalz zum Braten

Reis
100g Erbsen (TK)
1 rote Paprikaschote
1 EL Olivenöl
200g Langkornreis
Salz
100g Ajvar

Zunächst die Fleischmasse für die Cevapcici vorbereiten. Dafür Knoblauch schälen und fein hacken, Petersilie waschen, trocken schütteln und ebenfalls fein hacken. Alle Zutaten (bis auf das Butterschmalz) gut miteinander vermischen und die Fleischmasse schön kräftig mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Aus der Fleischmasse kleine, ca. daumenlange Fleischröllchen formen.

Für den Reis die Erbsen in eine Schüssel geben und antauen lassen. Paprika putzen, waschen und erst in Streifen, dann in kleine Würfel schneiden. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen und die Paprikawürfel darin andünsten. Reis zufügen, kurz mitbraten, dann mit 400 ml Wasser ablöschen und mit Salz würzen. Ajvar zugeben und unterrühren, dann alles bei mittlerer Hitze zugedeckt etwa 20 Min. garen (dabei regelmäßig umrühren, da der Reis sonst am Boden kleben bleibt, wenn das Wasser nach und nach verkocht!). 5 Min. vor Ende der Garzeit die Erbsen hinzufügen und am Ende ggf. alles noch mal abschmecken.

Während der Reis gegart wird, die Cevapcici braten. Dafür Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Cevapcici bei mittlerer Hitze von allen Seiten braun braten (ca. 10 Min. insgesamt). Sie sollen richtig durchgebraten sein.

Wenn alles fertig ist, die Cevapcici und den Reis zusammen auf Tellern anrichten und mit rohen Zwiebelringen und Ajvar servieren.

Samstag, 27. April 2013

Kartoffel-Apfel-Quiche mit Scamorza und Schwarzwälder Schinken

Mitte März war ich für ein sehr schönes verlängertes Wochenende in Berlin. Bei einem Spaziergang durch Prenzlauer Berg sind wir an der Schönhauser Allee auf das Kochhaus gestoßen. Das Prinzip fand ich ganz interessant, denn man kann im Kochhaus* nach Rezepten einkaufen. Im Laden findet man ca. 20 Tische, auf denen jeweils die Zutaten für unterschiedliche Rezepte aufgebaut sind, inkl. Flyern mit einer Step-to-Step-Anleitung zur Zubereitung. So kann man also schnell und einfach alles für ein Gericht für zwei oder vier Personen einkaufen, ohne vorher Kochbücher wälzen und durch einen ganzen Supermarkt rennen zu müssen. Die Idee ist gar nicht schlecht, wenngleich ich den Verdacht habe, dass man damit doch ein ganzes bisschen teurer kommt als beim "ganz normalen" Supermarkt-Einkauf ;-)

Kartoffel-Apfel-Quiche mit Scamorza

Für meinen Besuch in Berlin war es aber ohnehin etwas unpraktisch, Lebensmittel einzukaufen. Umso mehr interessierten mich die schön gestalteten Flyer, die zum Teil wirklich sehr kreative und interessante Rezepte enthielten. Während man die Flyer kostenlos dazu bekommt, wenn man für ein Gericht einkauft, muss man 50 Cent pro Flyer bezahlen, wenn man eben nur diesen haben möchte, was ich aber auch ok fand. Und so kam ich zu drei spannenden Rezepten, von denen ich euch eines heute vorstellen möchte, nämlich die Kartoffel-Apfel-Quiche mit Scamorza, die sich ganz besonders köstlich angehört hat.

Und ich wurde auch nicht enttäuscht: Knuspriger Blätterteig, die Mischung aus Kartoffel- und Apfelscheiben und die Würze von Lauchzwiebeln und Scamorza-Käse ergab ein richtig leckeres Essen! Scamorza ist übrigens ein Brühkäse aus Süditalien, der anschließend in Salzlake eingelegt wird und eine ganz typische, birnenförmige Form hat. Er schmeckt angenehm salzig und leicht geräuchert und erinnert geschmacklich an Börde Speck, einen deutschen Räucherkäse. Auch in Polen gibt es übrigens einen Käse, der geschmacklich dem Scamorza recht nahe kommt - lecker finde ich die jedenfalls alle :-) Von mir stammt noch die Idee, die fertige Quiche mit Schwarzwälder Schinken zu belegen, was meiner Meinung nach das Gericht noch mal etwas verbessert hat. Wirklich sehr lecker und mit einer Zubereitungszeit von knapp 35 Min. auch noch einigermaßen feierabendtauglich!

* Der Beitrag gibt nur meine persönlichen Eindrücke wieder und ist nicht vom Kochhaus gesponsert.

Rezept
für 2 Personen

2 Kartoffeln
2 Lauchzwiebeln
1 Apfel
1 Rolle Blätterteig (Kühlregal)
1 Knoblauchzehe
150g Crème fraîche
125g Scamorza
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
4 Scheiben Schwarzwälder Schinken

Ofen auf 180 Grad Umluft bzw. 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Wasser für die Kartoffeln zum Kochen bringen. Währenddessen Kartoffeln schälen und in ca. 3 Millimeter dünne Scheiben schneiden. Kartoffeln zusammen mit 1 TL Salz in das kochende Wasser geben und ca. 6 Min. garen. Anschließend abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen.

Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Apfel waschen, vierteln, entkernen, in ca. 3 Millimeter dünne Scheiben schneiden und mit 1 EL Olivenöl marinieren. Ei, Crème fraîche und Knoblauch in einer Schüssel verrühren. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen. Scamorza halbieren und in ca. 3 Millimeter dünne Scheiben schneiden.

Blätterteig mit dem Backpapier auf einem Backblech ausrollen. Ringsum einen kleinen Rand falten und leicht andrücken. Teig mit Eiercrème bestreichen, mit Kartoffeln und 3/4 der Frühlingszwiebeln gleichmäßig belegen. Apfel und Scamorzascheiben gleichmäßig darauf verteilen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Die Quiche auf der mittleren Schiene ca. 20 Min. lang goldbraun backen.

Aus dem Ofen nehmen, in Stücke schneiden und sofort mit Salat nach Wunsch servieren.

Quelle
Rezeptflyer Kochhaus Berlin

Mittwoch, 24. April 2013

Allerschokoladigster Schokoladensirup und Pancakes - was will man mehr? :-)

Im letzten Post hatte ich euch ja schon versprochen, dass es bald eine groooooße Dosis Schokolade gibt. Heute folgt nun endlich das Rezept für den allerschokoladigsten Schokoladensirup, den ihr euch vorstellen könnt :-) Das Rezept habe ich mir beim Kleinen Kuriositätenladen geklaut, das an sich ist ja meiner Erfahrung nach immer schon ein Anzeichen für Qualität. Und wie zu erwarten war, wurde ich nicht enttäuscht, denn der Sirup schmeckt wirklich, wie Steph ganz richtig schreibt, "so richtig schön rund und fast wie eine flüssige Praline". Da könnte man glatt süchtig werden und ein kleines Fläschchen (mehr hatte ich nämlich zunächst nicht, nachdem ich den Großteil zu Ostern verschenkt habe) ist schnell geleert. Wie gut, dass der Sirup nicht nur im Handumdrehen gemacht ist (ihr braucht dafür nicht mal 10 Min.), sondern auch nur aus Zutaten besteht, die zumindest ich immer im Haus habe. Dem spontanen Schoko-Appetit steht also nix mehr im Weg - worauf wartet ihr also noch? Ab in die Küche, Sirup kochen! ;-)

Allerschokoladigster Schokoladensirup

Außerdem ist so ein leckerer Schokosirup natürlich unheimlich vielfältig einsetzbar. Man kann ihn über Vanillepudding oder Eis geben, mit Milchkaffee oder kalter Milch vermischen oder natürlich als fantastische Sauce zu Crêpes, Pfannkuchen, Pancakes oder Waffeln servieren. Ich hab mich als erstes für die Kombination mit Pancakes entschieden und war begeistert :-) Übrigens auch von meinem neu ausprobierten Pancake-Rezept: Bisher habe ich mich immer an das Rezept aus dem Vegetarian Basics gehalten, was auch lecker war, allerdings einen etwas schwer zu handhabenden Teig, da klebrig und sehr zähflüssig, ergab. Dieser ließ sich einfach nur mit Mühe in der Pfanne verteilen. Das jetzt ausprobierte Rezept stammt aus Nicole Stichs neuem Buch Sweets und hat mich sowohl geschmacklich als auch von der Handhabung her absolut überzeugt. Wie bereits bei Nickys berühmtem Quicheteig-Rezept ist die Geheimzutat auch hier der Quark :-)

Perfektes Sonntagsfrühstück

Allerschokoladigster Schokoladensirup
ergibt ca. 600 ml

300g Rohrzucker
125 ml frisch gekochter Kaffee
50 ml Wasser
50g Kakaopulver
25g Milchschokolade
1/2 TL Salz
25 ml Vanille-Extrakt oder das Mark einer Vanilleschote

Alle Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
Den Sirup einmal aufkochen, dann in eine zuvor ausgekochte Flasche füllen und sofort verschließen (in dem Fall hält sich der Sirup einige Wochen im Kühlschrank) oder innerhalb einiger Tage verbrauchen.

Luftig-lockere Pancakes
für ca. 14-16 Stück

150g Mehl
1 EL Vanillezucker
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1/2 TL Natron
175 ml Milch
50g Quark (20% Fett)
1 Ei (Größe M)
Butterschmalz für die Pfanne

Mehl mit Zucker, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. In einer zweiten Schüssel Natron in der Milch auflösen. Dann den Quark und das Ei mit einem Schneebesen unter die Milch rühren, bis alles gerade so vermengt ist. Den Milch-Quark-Mix in die Schüssel mit der Mehlmischung gießen und mit dem Schneebesen kurz unterrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Den Teig ca. 15 Min. quellen lassen.

Eine große, beschichtete Pfanne erhitzen und 1 TL Butterschmalz darin schmelzen lassen. Den Teig nochmals kurz durchrühren. Mit einer Schöpfkelle nach und nach wenig Teig mit genug Abstand in die Pfanne gießen, sodass kleine Pancakes entstehen. Pancakes bei mittlerer Hitze langsam goldbraun backen. Sobald häufiger Luftblasen an die Oberfläche steigen, die Pancakes wenden und auf der anderen Seite fertig backen (Achtung, diese bräunt immer schneller als die erste Seite!). Den restlichen Teig genauso verarbeiten.

Die fertigen Pancakes im auf 50 Grad vorgeheizten Ofen warm halten, bis alle Pancakes gebacken sind. Dann nach Belieben mit frischen Früchten, Joghurt, Puderzucker, Ahornsirup oder eben Schokoladensirup (oder sogar von allem etwas?!) essen.

Quellen
Sirup: Kleiner Kuriositätenladen
Pancakes: abgewandelt nach Nicole Stich - Sweets

Samstag, 20. April 2013

Spargel-Mango-Salat mit Ziegenfrischkäse

Eigentlich wollte ich euch ja das Wochenende mit einer groooooooßen Portion Schokolade versüßen. Nämlich mit einem umwerfend leckeren Schoko-Sirup und mit Ideen, was man damit alles machen kann. Doch dann kam mir mein Essen des heutigen Abends dazwischen und hat mich geschmacklich so begeistert, dass ich ausnahmsweise mal die Schokolade hinten anstelle ;-) Aber man muss das auch verstehen: Zum einen handelt es sich um ein Rezept mit Spargel, mein erstes in diesem Jahr, und das ist ja immer was Besonderes. Und zum zweiten ist Mango enthalten, liebe ich ja sowieso und spätestens seit dem leckeren Mango-Mozzarella-Salat, mit dem ich seinerzeit meinen Blog eröffnet habe, werde ich bei Salat-Rezepten mit Mango sofort hellhörig. Der Spargel-Mango-Salat, den ich in der aktuellen Ausgabe der Lecker! gefunden habe, hat sich daher sofort einen Spitzenplatz unter meinen Lieblingssalaten erobert.

Spargel-Mango-Salat

Richtig klasse fand ich hier die Aromen-Vielfalt aus fruchtiger Mango und dem Dressing mit Chili, Limettensaft und meinem geliebten gerösteten Arganöl. Ja, man könnte auch, wie im Rezept vorgesehen, einfach irgendein "gängiges" Salatöl verwenden, aber wenn man einen Teil des Öls durch Arganöl ersetzt, wird es meiner Meinung nach noch mal deutlich leckerer, denn das nussige Röstaroma des Öls macht sich wunderbar am Salat. Zunächst war ich ein bisschen skeptisch, ob der Ziegenkäse zu dieser schon sehr aromatischen Kombination passt - wenn man wirklich milden Ziegenfrischkäse verwendet, geht das aber richtig gut. Ich frage mich zwar, ob Büffelmozzarella nicht noch einen Tick toller gewesen wäre - aber auch das vielleicht nur eine Vorprägung durch den Mango-Mozzarella-Salat ;-)

Ach ja, und das Schokosirup-Rezept folgt natürlich auch schnellstmöglich... :-)

Nachtrag (18.05.2013):
Netterweise wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass bei Küchenplausch gerade ein Spargel-Blogevent läuft. Leider bin ich, was Events angeht, nicht wirklich auf dem Laufenden und verpasse daher einiges. Aber hier reihe ich mich natürlich gern ein und trage mein Rezept bei, zumal die Gewinne nicht zu verachten sind :-) Das Event läuft noch bis 30.06., bis dahin findet sich bei mir sicher noch ein zweites schönes Spargel-Rezept, dass ich einreichen kann.

Spargel Rezepte

Rezept
für 4 Personen als Vorspeise oder leichtes Hauptgericht

1 kg grüner Spargel
Salz, Pfeffer, Zucker
1 reife Mango (ca. 500g)
2 kleine rote Zwiebeln
1 rote Chilischote
2 Limetten (Bio)
2 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
2 EL geröstetes Arganöl
200g Ziegenfrischkäse (oder Büffelmozzarella)

Spargel waschen, die holzigen Enden großzügig abschneiden und Spargel in 3-4 cm lange Stücke schneiden. Spargel in kochendem Salzwasser 4-5 Min. garen, dann abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Mango schälen und Fruchtfleisch in schmalen Spalten vom Stein schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden. Spargel, Mango und Zwiebeln in einer Schüssel mischen.

Für das Dressing die Chili waschen, aufschneiden, entkernen und erst in Streifen, dann in feine Würfel schneiden. Eine Limette heiß waschen, die Schale fein abreiben und zu den Chiliwürfeln geben. Beide Limetten halbieren, auspressen und ebenfalls zu Chili und Limettenschale geben. Essig unterrühren und das Dressing mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Zum Schluss die beiden Öle unterschlagen, bis das Dressing leicht cremig ist.

Dressing mit dem Salat mischen, kurz ziehen lassen und noch mal abschmecken. Salat auf Tellern anrichten und Ziegenkäse darüber bröckeln.

Quelle
Lecker Mai 2013

Donnerstag, 18. April 2013

Frühlingshaftes Eier-Ragout mit Gemüse und Schinken

Endlich, endlich, endlich! Nachdem ich mir schon gar nicht mehr vorstellen konnte, dass es irgendwann wirklich wärmer werden würde, ist der Frühling endlich da :-) Ich freue mich schon die ganze Woche über wie ein kleines Kind, führe begeistert meine neuen Frühlings-Klamotten und neuen Schuhe aus, genieße die Mittagspause im Park oder die kleine Arbeitsunterbrechung mit einem Eis am Nachmittag. So langsam wird es hier auf dem Blog nun auch Zeit für ein paar frühlingshafte Gerichte. Wie immer um diese Zeit des Jahres sieht man derzeit auf vielen Blogs, die zu meiner Standardlektüre gehören, interessante Rezepte mit Bärlauch. Leider kann ich dem jedoch so gar nichts abgewinnen, komme mit dem Geschmack einfach nicht klar. Ich habe es wirklich versucht, letztes Jahr mit Bärlauch-Pesto, dieses Jahr mit einem Bärlauch-Brot, aber leider hatte ich an beidem keine Freude und kann daher auch nicht wirklich beurteilen, ob es dem geneigten Bärlauch-Liebhaber wohl geschmeckt hätte ;-)

Frühlings-Eier-Ragout mit Gemüse

Stattdessen stelle ich euch heute eine frühlingshafte Variante der klassischen Eier mit Senfsauce vor. Die mag im Gegensatz zum Bärlauch glaube ich wirklich fast jeder, so auch ich. Den Frühling zaubert man mit knackigem Gemüse (Möhren, Kohlrabi, Zuckerschoten) und frischen Kräutern (Petersilie, Kerbel) auf den Teller. Das Rezept habe ich auf lecker.de gefunden und dann nach meinem Geschmack angepasst - denn ursprünglich baden dort Eier und Gemüse nur in einer hellen Mehlschwitzen-Bechamel-Sauce ohne auch nur den Hauch von Senf. Da aber viele Dinge mit Senf einfach besser schmecken und ich das Sößchen ein klein wenig langweilig fand, habe ich mit reichlich Senf nachgeholfen - gerade eben so viel, dass man ihn zwar gut rausschmeckt, er aber nicht so stark vorschmeckt wie in der richtigen Senfsauce. Das fand ich dann wirklich ziemlich lecker :-)

Rezept
für 4 Personen

1 kg kleine, festkochende Kartoffeln (z.B. Drillinge)
Salz, Pfeffer aus der Mühle, Zucker
8 Eier (Größe M)
300g Möhren
1 Kohlrabi (ca. 400g)
100g Zuckerschoten
75g Schwarzwälder Schinken
1 TL Öl
2 EL Butter oder Margarine
2 EL Mehl
100g Schlagsahne
200 ml Milch
200 ml Gemüsebrühe
3-4 EL Senf
1-2 TL Zitronensaft
je 1 kleines Bund Petersilie und Kerbel

Kartoffeln bei Bedarf schälen und in kochendem Salzwasser ca. 20 Min. garen, dann abgießen. In der Zwischenzeit Eier ca. 8 Min. kochen, dann in kaltem Wasser abschrecken, pellen und halbieren. Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Kohlrabi schälen, sechsteln und in dünne Spalten schneiden.

Möhren und Kohlrabi in einem Topf mit wenig Wasser zugedeckt ca. 5 Min. bissfest dünsten, dann Zuckerschoten 2-3 Min. mitgaren. Wasser abgießen und das Gemüse mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen.

Schinken würfeln. Öl in einem größeren Topf erhitzen. Schinkenwürfel darin kurz knusprig anbraten, dann herausnehmen und beiseite stellen. Butter oder Margarine im heißen Bratöl erhitzen, Mehl einrühren und anschwitzen. Mit Sahne, Milch und Brühe ablöschen, aufkochen und unter Rühren 1-2 Min. köcheln. Sauce mit Senf, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Zucker nach Geschmack würzen, dann das Gemüse und die Eier zugeben und ggf. nochmals abschmecken.

Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken. Unter die Sauce rühren (etwas als Garnitur beiseite legen). Kartoffeln mit Ragout auf den Tellern anrichten, mit Schinkenwürfeln und restlichen Kräutern bestreut servieren.

Quelle
lecker.de